Arten der Harnblasenableitung
Der transurethrale Harnblasenkatheter
(Einmalkatheterismus, Verweilkatheter)
Das Legen eines transurethralen Katheters hat unter aseptischen Bedingungen zu erfolgen. Der Patient wird mit vollständig entblößtem Unterkörper gelagert.
Nach Vorbereitung der benötigten Arbeitsmaterialien (Uronovis®-Katheterlegeset!) und hygienischer Händedesinfektion erfolgt die mechanische Reinigung der äußeren Genitale und der Harnröhrenöffnung. Der Katheter muss dem Lumen des Meatus urethrae angepasst sein.
Es sind sterile Handschuhe zu tragen. Das Genital wird steril abgedeckt. Der sterile Katheter ist mit steriler Pinzette zu führen oder es ist eine sterile Katheter-Schutzhülle zu verwenden.
Durch die Verwendung von Kathetersets und bei Beteiligung einer Hilfsperson im Einzelfall wird das Infektionsrisiko vermindert.
Der suprapubische Harnblasenkatheter (SBK)
Falls eine Dauerharnableitung erforderlich ist, sollte zur Vermeidung der mukopurulenten Membran durch Umgehung der Harnröhre der suprapubische Harnblasenkatheter dem transurethralen Verweilkatheter vorgezogen werden, falls keine Kontraindikation besteht.
Anlage und Wechsel eines suprapubischen Harnblasenkatheters haben unter aseptischen Bedingungen mit einem möglichst atraumatischen, anwenderfreundlichen Punktionsbesteck zu erfolgen.

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